Die SG Randersacker hat beim Jubiläumsturnier um den 20. Franken-Cup im Kreuzheben (einer Teildisziplin des Kraftdreikampfes) am Samstag den Sieg in der Mannschafswertung knapp verpasst. Nur zehn Punkte lagen die Gastgeber am Ende hinter dem USV Jena, der damit den 30 Kilogramm schweren Pokal mit nach Thüringen nahm. Mit Michael Hartig stand im USV-Team auch der Heber, der vor 500 Zuschauern unter freiem Himmel auf dem Festplatz der Winzergemeinde mit 335 Kilogramm die schwerste Last bewältigte. Von der SGR, die den Franken-Cup längst zu einem der bestbesetzten Hebertreffen in Deutschland gemacht hat, siegten Janos Geerhardt und Christian Henneberger, der mit seinem zwölften Erfolg nun Rekordhalter ist. Unter den 60 Aktiven waren auch zahlreiche Welt-, Europa- und deutsche Meister.Für Markus Hofmeister war der Franken-Cup von anderer Bedeutung als für die meisten Teilnehmer. Sicher, als Sportler will man immer gewinnen, am liebsten vor heimischem Publikum. Aber für Hofmeister hatte der mögliche Sieg dieses Mal nicht die herausragende Strahlkraft. Klar, die Stimmung in Randersacker sei einzigartig, wie er sagt. Aber diesmal war der Franken-Cup für Hofmeister, der seit 2007 in der Bundesliga für die SGR an die Eisen geht und davor zwei Jahre lang Gastheber war, nur eine Durchgangsstation. Bestleistung um 37 Kilo gesteigert Der Mann, den sie liebevoll „Koloss” nennen, hat Größeres vor. „2011 will ich noch einmal deutscher Meister werden”, sagt der 34-Jährige. Zwar hat er diesen Titel schon gewonnen und nationale Rekorde im Jugend- und Juniorenbereich aufgestellt. Aber nun, da er seine persönliche Bestleistung um stattliche 37 Kilogramm gesteigert hat, will er nochmal angreifen. „Meine Betreuer haben mich gedrängt. Ich habe gesagt, wenn ich auf über 900 Kilo im Kraftdreikampf komme, dann probier ich’s nochmal.” 917 sind es nun. „Da stehe ich im Wort”, sagt er und grinst. Sein Training hat er umgestellt, er probiert. Auch Kreuzheben, wobei er das „eher weniger” mag. Kniebeuge ist seine Lieblingsdisziplin, aber verbessern will er sich vor allem in den ungeliebten Teilbereichen. „325 Kilo hab ich mir vorgenommen”, sagt er. Dafür macht er seit Wochen spezielle Übungen, steigert die Intensität, die Anzahl der Wiederholungen. Bankdrücken, die dritte Disziplin des Kraftdreikampfes, kommt demnächst dazu. Auch das Anziehen des Gewichts wird geübt. Immer wieder. „Ob ich’s letztlich schaffe, den Titel noch mal zu holen, weiß ich nicht. Aber es ist auch ein interner Wettkampf mit Janos Geerhardt. Den will ich in der Bestenliste noch schlagen. Das ist eine große Motivation”, sagt der Elektriker. Dass Hofmeister beim Franken-Cup mit 305 Kilogramm deutlich unter seiner Bestleistung (322,5) blieb, war zu verschmerzen. Das große Ziel wartet schließlich erst im nächsten Jahr. Und als deutscher Meister holt sich Hofmeister 2011 vielleicht auch wieder den Sieg beim Franken-Cup. Ergebnisse der unterfränkischen Teilnehmer, Gold: Christian Henneberger (SG Randersacker = SGR) 220,0 kg (Aktive -75,0 kg); János Geerhardt (SGR) 240,0 kg (Master -75,0 kg). Silber: Daniel Kiesl (SGR) 212,5 kg (Junioren -110,0 kg); Marcus Hofmeister (SGR) 305,0 kg (Aktive +125,0 kg). Bronze: Reik Schinder (SGR) 195,0 kg (Aktive -82,5 kg). 4. Platz: Dirk Moztkus (SGR) 240,0 kg (Aktive -100 kg); Thomas Dittmann (Schwingerclub 06 Würzburg) 180,0 kg (Aktive -82,5 kg).
Quelle: [www.mainpost.de]