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USV Jena: Vorstandsberichte mit nur einer Stimmenthaltung bestätigt

USV vom 29. Januar 2007

Thüringens größter Sportverein, der USV Jena, führte am 26.1.2007 planmäßig seine Mitgliederversammlung durch. Auf Grund der Größe des Vereins konnte dies nur eine Delegiertenversammlung sein. Mit 72 Prozent Anwesenheit war die Versammlung beschlussfähig. Die Geschäftsführerin, Dr. Betina Justus zeigte in ihrem Bericht, dass der USV als Breitensportverein auch über eine Vielzahl sportlich sehr erfolgreicher Mitglieder verfügt, die von der Abteilung Ausdauerlauf bis zur Abteilung Rhythmische Sportgymnastik reicht. Im Anschluss an diesen Bericht konnte der derzeitige Vereinspräsident, Prof. Dr. Andreas Freytag den ersten Präsidenten des USV, Prof. Dr. Lutz Wenke als Ehrenmitglied auszeichnen. In seinen Dankesworten erinnerte dieser an die schweren Anfangsjahre seiner Amtszeit, so als 1994 das Jahrhunderthochwasser die Sportanlagen in der Oberaue regelrecht wegschwemmte. Besonders die Tennisspieler und die Judokas hatten schwer mit den Hochwasserfolgen zu kämpfen. Damals setzte aber auch die kontinuierliche Sanierung und der Neubau vereinseigener Sportstätten ein, was derzeitig mit dem Bau der Dreifelderhalle gekrönt wird. Im Finanzbericht wurde daher auch ausführlich über die Finanzierungssituation beim Bau der Halle berichtet. Durch den Einspruch der Stadt im Jahre 2004 wurde der Start des Baus nicht nur verzögert, er wurde auch verteuert. Wie bereits in den Medien berichtet, rechne der USV mit einem Defizit in Höhe von 300.000 Euro. Dass die Stadt den USV nicht finanziell unterstützen wolle, stieß auf Unverständnis. Zumal der USV, als es darum ging, die klammen städtischen Kassen aufzufüllen, der einmaligen Bildung eines Sportstättenfonds für das vergangene Jahr sofort zustimmte. Für eine neuerliche Auflage dieser Unterstützung der Stadt durch die Sportvereine in 2007 sehe der USV auf Grund der guten Haushaltslage keinen Grund. Sollte es der Stadt aber um rechtliche Bedenken einer Förderung des Hallensbaus gehen, dann ließe sich dies sicher durch eine Anfrage beim Landesverwaltungsamt klären. Im Anschluss an den Finanzbericht stellte der Geschäftsführer der vereinseigenen GmbH, Uli Zimmer, die Geschäftsfelder und –zahlen vor. Außer dem Bau der Dreifelderhalle werden auch zunehmend Vermarktungs- und Sponsoringaufgaben übernommen. Nach Fertigstellung der Dreifelderhalle könnte auch die Organisation von Kongressen und Kulturveranstaltungen in sportschwachen Zeiten hier aktiviert werden, um eine schnellere Refinanzierung zu sichern. Weitere Diskussionsschwerpunkte waren ein neuer Internetauftritt des USV, die Bekanntgabe erster Partnerschaften (Rennsteiglaufhotel Schmiedefeld, Laufladen Jena, Flessabank. die neben den Hauptsponsoren Köstritzer Schwarzbierbrauerei und Technikerkrankenkasse zukünftig eng mit dem USV zusammenarbeiten wollen), ein erster Belegungsplan der Dreifederhalle und die Zusammenarbeit mit dem Institut für Sportwissenschaft. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte bei einer Gegenstimme sozusagen einstimmig. Fast zum Schluss der Beratung zeichnete die Vorsitzende des Stadtsportbundes, Elisabeth Wackernagel, den Nestor des Jenaer Basketballs und Motor der Seniorensportabteilung seit 15 Jahren, Manfred Rosemann, mit der GutsMuths-Medaille des Landesportbundes in Bronze aus. (jenakompakt.de)

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